Die us-amerikanische Musikerin Brittany Parks aka Sudan Archives legte mit einer Mischung aus klassischer Violine und elektorischen Sounds gepaart mit HipHop-Beats eine überzeugende Show hin.
Es gibt Konzerte, die verlässt man mehr oder weniger unberührt. Enttäuscht von der Liveperformance, vom schlechtem Sound oder der lieblosen Lichtshow. Und dann gibt es Konzerte mit einer reinigenden Kraft, die einen einmal kräftig durchschütteln und alle Gedanken und Probleme mal eben ausschwitzen lassen. Der US-amerikanischen Musikerin Brittany Denise Parks, der einst ihre Mutter den Künstlernamen Sudan Archives verpasste, ist das am Mittwochabend im YAAM gelungen. Wer die talentierte Künstlerin aus L.A noch nicht kennt, sollte dies schnell ändern.
Nach ihrem Debütalbum „Sudan Archives“, das letztes Jahr erschien, erschaft sie auf ihrer neuen EP „Sink“ eine vereinnahmende Klangwelt aus Soul, sudanesischem Folk und elektronischen Samples. Die zweite Hauptprotagonistin neben der 24-jährigen Musikerin ist dabei ihre Geige, mit der sie mal streichend, mal zupfend experimentiert. “Sink describes the way I want my music to make you feel. It’s inspired by my love of fluidity, movement of jellyfish and water”, sagt sie selbst über ihr Album und trifft genau den Effekt, den ihre Musik auslöst. In jedem Falle ist ihre Musik eines: sinnlich.
Wie eine Qualle im Meer mutet auch Sudan Archives selbst an, als ihre Silhouette im gedimmten Licht erscheint. Lange Ärmel, wie Schleier, die sie während des Konzertes immer wieder in Szene setzt. Ihre Bühnenpräsenz ist inspirierend und irgendwie ansteckend, als würde ein Funken von ihrem Rockstar-Appeal auf das Publikum überspringen. Die gesamte Atmosphäre ist allerdings auch auch den wundervollen Lichteffekten geschuldet, die Sudan Archives immer wieder in verschiedene Farben tauchen und sie perfekt in Szene setzen. Das Publikum ist entsprechend begeistert. Nach dem letzten Song „Come Meh Way“, bei dessen eingängiger Geigen-Hookline alle gemeinsam abgehen, wird kräftig für eine Zugabe geklatscht. Eine bekommen wir noch, bevor das Saallicht uns in die Realität zurückholt.
Text uns Bild: Schahrzad Zamankhan
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