Seit Beginn diesen Jahres hat sich eine hitzige Debatte im Wedding entfacht. Grund dafür ist das neue Konzept für den wöchentlichen Flohmarkt am Leopoldplatz. Wo manche eine Chance und Bereicherung für den Kiez sehen, sprechen andere von der "Full-on Gentrifizierung" des Weddings. ALEX-Autorin Hanna Körner hat mit der neuen Marktleiterin, den Händler:innen, der Stammkundschaft sowie dem Cafe Leo-Team gesprochen. Ein Versuch etwas mehr Klarheit in der Debatte zu schaffen.
Es ist 11 Uhr am Samstag auf dem Leopoldplatz. Das heißt auch: Es ist Flohmarkt-Tag im Wedding – der letzte für 2025. Trotz des winterlichen Dezember-Wetters herrscht lebendiges Treiben. Hier lässt sich zwischen Autoreifen, Kisten aus Wohnungsauflösungen, Solfalandschaften, Retroartikeln, Kleiderhaufen, Kühlschränken und alltäglichen Haushaltswaren einiges finden – sowohl Kurioses, als auch Schrott, Schnäppchen oder kleine Schätze. Das Sortiment hier ist divers und immer wieder hört man die oft langjährigen Händler:innen "Bitteschön, bitteschön! Angebot Angebot" über den Platz rufen und Kund:innen um die Preise feilschen.
Paula und Chiara sitzen vor dem Cafe am Leo. Die Freundinnen und Mitbewohnerinnen treffen sich samstags oft hier - zum Quatschen, zum Kaffeetrinken und natürlich, um im Anschluss über den Flohmarkt zu schlendern. Seit gut vier Jahren besuchen sie den Flohmarkt am Leopoldplatz nun regelmäßig. Ein Ritual, das die beiden sehr mögen. Für Chiara ist der Markt zu einem Treffpunkt geworden. Besonders schätzt sie an dem Flohmarkt, dass er im Gegensatz zu vielen anderen Berliner Flohmärkten nicht überfüllt ist und man auch noch günstigere Schnäppchen machen kann. Dass es dabei eher wuselig zugeht und der Ton oft rau ist, stört sie nicht. Sie mag den Flohmarkt deshalb, weil er noch ein richtiger Kiezflohmarkt ist - ein "ehrlicher Flohmarkt, der noch nicht gentrifiziert ist".
Doch heute sind die beiden etwas wehmütig: Sie haben Bedenken, dass damit jetzt bald Schluss sein könnte. Denn es ist der letzte Tag des „alten“ Leopoldflohmarkts, bevor am 1. Januar 2026 ein neues Konzept umgesetzt wird. Doch wie sieht das genau aus und inwiefern unterscheidet es sich von dem alten?
Vorab kurz zum Platz an sich: Bei dem Leopoldplatz handelt es sich um keinen städtischen, sondern kirchlichen Platz, genauer gesagt um den der evangelischen Nazarethkirche am Leopoldplatz. Daher erfolgt die Vergabe des Pachtvertrages für den Platz und damit ebenfalls für den des Flohmarkts durch die Kirchengemeinde.
Dass ein neuer Pächterwechsel angestrebt sei und der Pachtvertrag der bisherigen Besitzerin auslaufen würde, habe die selbstständige Event- und Projektmanagerin Sabrina Pützer bereits vor 2 Jahren erfahren. Sie und ihr Bruder haben gemeinsam den Versuch gewagt und ein umfassendes Konzept erarbeitet - und das erfolgreich. Im August 2025 haben die Geschwister den Wettbewerb gewonnen und sind seit Beginn 2026 Inhaber:in und Pächter:in des Leopoldflohmarktes.
Doch nicht nur das. Seit 2012 ist Sabrina Pützer auch Gründerin und Geschäftsführerin des Wedding Markts, einem Kunstflohmarkt, der ebenfalls, wenn auch unregelmäßiger am Leopoldplatz stattfindet und bei dem Künstler:innen hand made Waren wie Schmuck, Illustrationen oder Keramik verkaufen.
Die Verbindung zwischen der neuen Marktleitung für den Leopoldflohmarkt und dem Weddingmarkt sorgte bereits bei einigen Stammkund:innen wie Händler:innen für Verwirrung bzgl. des neuen Konzepts. Viele befürchten am letzten Flohmarkttag im Dezember, dass sich auch der Leopoldflohmarkt zu einem "hochpreisigeren und exklusiveren Flohmarkt" und "Weddingmarkt 2.0" verwandeln wird. Das, so sagt sie, möchte Sabrina Pützer explizit nicht. Waren, wie die, die auf dem Weddingmarkt verkauft werden, seien daher nicht erlaubt. Der Leopoldflohmarkt soll ein niedrigschwelliger Trödelflohmarkt bleiben.
Doch was ist dann neu?
Neu an ihrem Konzept ist vor allem das Standkonzept. Im Gegensatz zu dem "alten" Leopoldflohmarkt gibt es nun breitere Gassen, einen kleinen Foodbereich und einen kleinen Pavillon mit Bühne für Straßenmusiker:innen. Zudem sind viele neue Sitzmöglichkeiten geschaffen worden, "Treffpunktbereiche", an denen man sich austauschen kann. Das schaffe laut Pützer eine längere Aufenthaltsdauer und eine zusätzliche Aufenthaltsqualität.
Eine weitere Änderung besteht darin, dass ab 2026 das Verkaufen von Neuwaren untersagt ist. Auch sogenannte "Weiße Waren" wie Herde, Waschmaschinen, Kühlschränke dürfen nicht mehr angeboten werden. Das war laut Pützer vor allem dem Kirchengemeinderat ein großes Anliegen. Zwar sei der Wettbewerb sehr offen gehalten worden und es habe keine besonderen Vorschriften gegeben, aber die Entmüllung sei definitiv ein großer Wunsch der Gemeinde gewesen. Laut Pützer gab der Gemeinderat an, dass nach jedem Flohmarkt sehr viel Müll zurückblieben ist: Sofas, Herdplatten, Kühlschränke - "teilweise containervoll" und rund um den Platz verteilt. Dass das ein großes Problem dargestellt und den Gemeinderat "unheimlich gestört" hat und man dagegenwirken wollte, versteht Pützer.
Die Probleme am Leopoldplatz kennen auch Malek und Lulu. Die beiden Kolleg:innen arbeiten im Cafe Leo und bekommen viel davon mit, was auf dem Platz passiert.
So wäre an einzelnen wenigen Ständen teils wissentlich kaputte oder geklaute Waren wie iPhones verkauft worden. Auch sei es schon vorgekommen, dass ihnen im Cafe geklaute Waren für sehr wenig Geld angeboten wurden, teilweise noch inklusive Diebstahlsicherung.
Noch kritischer wird es, wenn Junkies von Händler:innen dazu gedrängt werden im DM Waren zu klauen, die dann in Tüten gegen Pillen und Drogen getauscht werden. "Das geht natürlich nicht", sagt Malek, "das ist gar nicht cool." Das betreffe aber wirklich nur die allerwenigsten Händler:innen. Lulu möchte diese trotzdem nicht verurteilen: "Ich glaube bei vielen Verkäufer:innen handelt es sich um im Stich gelassene Menschen, die strukturell keine Hilfe bekommen."
Ob das neue Flohmarkt-Konzept auch darauf abzielt, diese kriminellen Probleme anzugehen ist nicht auszumachen.
Was allerdings eine weitere große Neuheit darstellt, ist die Öffnung des Flohmarktes für Privatpersonen und die Transparenz in der Standanmeldung. Waren es zuvor fast ausschließlich diegleichen gewerbliche Händler:innen, die wöchentlich auf dem Flohmarkt verkauft haben, wurde das Flohmarktkonzept erweitert und eine Webseite eingerichtet, über die jede:r einen Stand direkt buchen und online bezahlen kann. Das Ziel der Änderung: Man möchte auch Studierenden und Familien aus dem Kiez die Möglichkeit geben zu verkaufen, denn die habe Pützer bisher noch nicht auf dem Flohmarkt gesehen.
Die Standmiete ist dabei gleich geblieben, wobei sich die Stände verkleinert haben. 30 Euro zahlen Privatpersonen pro Stand, 40 Euro zahlen gewerbliche Händler:innen.
Das einzige, das Sabrina Pützer vom Weddingmarkt übernehmen wolle, sei die Atmosphäre "über den Flohmarkt zu schlendern, zu quatschen". Vermutlich meint sie damit vor allem die breiteren Gassen, die für sie einladender wirken. Inwiefern ansonsten mehr "Schlender-Atmosphäre" hergestellt werden soll und sich das schlendern, zu dem schlendern davor unterscheiden soll, bleibt offen.
Auch das Plakat zu dem neuen Flohmarktkonzept ab Januar 2026 lässt Interpretationsspielraum zu. Darauf wird der Leopoldflohmarkt als "kleiner Bruder des Weddingsmarkts" beschrieben und irritiert. Ein Verweis auf das geschwisterliche Projekt? Werbung für den Weddingmarkt? Oder einfach eine etwas unglückliche Formulierung?
Doch auch allgemein scheint es an Irritationen und Verwirrungen an dem letzten Tag des Flohmarkts 2025 nicht zu mangeln. Auf Seiten der Händler:innen, aber auch auf der der Stammkundschaft. Kund:innen suchen ihre Lieblingshändler:innen auf und fragen nach, ob diese 2026 bleiben, gehen oder auf einem anderen Flohmarkt verkaufen werden. Es ist das Thema Nummer eins. Einige Händler:innen geben zu dem Zeitpunkt an, noch nicht zu wissen, wie und ob es für sie 2026 weitergeht. Ein paar von ihnen wirken vor den Kopf gestoßen. „Sonntags verkaufe ich auf dem Boxi, aber wie meine Samstage aussehen, weiß ich noch nicht“ gibt eine Verkäuferin gegenüber einer Kundin preis. Damit ist sie nicht allein. Doch während einige befürchten, dass viele Händler:innen weiterziehen müssen, gehen andere davon aus, dass sich gar nicht so viel verändert.
Nach dem letzten Flohmarkttag und intensiven Gesprächen bleibt bei mir vor allem ein Eindruck zurück: Die meisten Händler:innen verkaufen hier nicht (nur) aus Spaß, der Flohmarkt scheint auch zumindest eine wichtige Einnahmequelle zu sein. Die Händler:innen haben fast ausschließlich (post)migrantischen Hintergrund. Und: sie scheinen nur nicht kaum Infos zu dem neuen Flohmarktkonzept zu haben, sondern sind auch verunsichert, besorgt und sauer.
Energischer äußert sich die Kritik gegenüber dem neuen Konzept vor allem online. Die Vorwürfe wiegen dabei teilweise schwer. Pützer wird unter anderem die Vertreibung von Menschen aus dem Kiez vorgeworfen. Alte langjährige Händler:innen so heißt es, werden rausgeworfen. Das stimme laut Pützer nicht: "Wir schmeißen gar keinen raus." Die einzigen, die nicht mehr kommen dürfen, aber das sei nicht auf die Person bezogen, sondern auf die Warengruppe, seien Personen, die Neuwaren, Handmade Artikel oder Weiße Waren verkaufen. Außerdem hätten sich viele der Händler:innen vom ‚alten‘ Flohmarkt auch zum neuen Jahr wieder angemeldet: 60 Standplätze seien wieder an langjährige Leo-Händler:innen vergeben worden. Lediglich 1-2 Personen, die weiterhin Neuware verkaufen wollten, musste sie absagen.
Also alles ein Missverständnis?
Auf Nachfrage, wie die genaue Kommunikation ablief gibt Sabrina Pützer an, "dass sie dazu angehalten waren, nicht mit den Händler:innen zu sprechen." Auch hätte man sich etwas zurückhalten wollen, um der alten Pächterin nicht auf die Füße zu treten und ihre Händler:innen wegnehmen zu wollen.
Die Kommunikation sei daher über Plakatierungen zum neuen Konzept und ausgelegten Flyer im Cafe Leo gelaufen, das zudem als Kommunikationspartner fungiert habe. Auch der Infopoint-Team am Leo habe in der Kommunikation mitgewirkt. Ansonsten wäre viel auf Mundpropaganda gesetzt und gehofft worden, dass die Händler:innen davon mitbekämen. Auf welchen Wunsch oder Ansage hin die Geschäftsführerin nicht mit den Händler:innen direkt sprechen sollte, bleibt offen. Meine Nachfrage beim Gemeinderat bleibt unbeantwortet.
Was für mich allerdings so eindeutig wie unvermeidbar und voraussehbar erscheint, ist, dass bei dieser Art von Kommunikation Missverständnisse entstehen, Dinge unklar bleiben oder bei Händler:innen für Fragezeichen sorgen - zumal ein paar von ihnen nur gebrochen Deutsch sprechen. Auch Pützer gibt zu, dass es zu Verunsicherung bei vielen Händler:innen gekommen ist und es auch viel Nicht-Wissen gab bzgl. der Standanmeldung auf der Webseite.
Abschließende Aussagen darüber, wer diese Kommunikationsstrategie befürwortet hat und was damit bezweckt werden wollte, lassen sich nicht ausmachen. Festzuhalten ist: Das neue Konzept und die einhergehenden Veränderungen sind komplex und die Kommunikation darüber kritisch von vielen Seiten und Standpunkten aus zu betrachten.
Was klar ist: Alle Veränderungen lösen Spannungen aus. Das neue Flohmarkt-Konzept am Leopoldplatz ist ein sichtlich wichtiges und umstrittenes Thema. Dafür gibt es sicherlich mehrere Gründe. Einer davon: Der Leopoldplatz ist sowas wie das Herz des Weddings und der Wedding immer noch großflächig Arbeiterkiez. Hier leben viele Menschen mit Migrationshintergrund, Menschen, die strukturell benachteiligt sind und früher bewusst in dem Kiez ‚angesiedelt wurden‘. Die Angst vor Vertreibung ist dabei weder neu noch unbegründet. Dazu kommt die Angst vor Gentrifizierung und den damit einhergehenden höheren Mieten, die sich viele Menschen aus dem Wedding nicht leisten könnten und umziehen müssen. Gerade im Wedding sind diese Themen nochmal sensibler zu betrachten und so auch der Leopoldplatz.
Daher scheint auch die Kommunikation und der Austausch super relevant. Denn Raum hängt eng mit Macht zusammen. Wer darf über Raum bestimmen und diese gestalten? Und wer darf das nicht? Wie wird über Räume verhandelt? Wer ist an Gesprächen beteiligt? Wer hat eine Stimme? Wer wird gehört und wer nicht? Eine inklusivere und transparentere Kommunikation hätte vermutlich nicht nur den Händler:innen und Flohmarktbesuchenden, sondern der gesamten Debatte und dem Start in den neuen Leopoldflohmarkt gutgetan.
Doch wie geht es nun weiter? Und ist der neue Leopold-Flohmarkt nun gerechtfertigt oder nicht?
Als Lulu von dem neuen Konzept des Leopoldflohmarktes mitbekommt, fand sie das zunächst überhaupt nicht gut: „ich dachte, das ist jetzt die full-on Gentrifizierung vom Wedding.“ Aber dann erzählte ihr eine Verkäuferin, dass sie sich auf eine Veränderung freut. Laut Lulu erhoffe sich die Verkäuferin, dass durch das neue Konzept weniger auf dem Flohmarkt geklaut wird und es weniger Menschen gibt, die für ein Retro-Produkt nur 50 Cent zahlen wollen. Das hat Lulu einen anderen Blickwinkel verschafft.
Trotzdem macht sich Lulu Gedanken über die Menschen, die Samstag schon sehr früh morgens auf den Flohmarkt kommen, um nach Schnäppchen zu jagen: "Es gibt einen großen Bedarf und eine hohe Nachfrage. Hierher kommen auch Leute, die auf günstige Preise angewiesen sind." Für Händler:innen, die bisher Neuwaren oder Weiße Ware auf dem Leo verkauft haben, und die keine andere Ware anbieten können oder wollen, bedeutet das den Abschied. Eine Händlerin schaut an dem letzten Flohmarkttag im Dezember etwas niedergeschlagen auf ihre Mischware, die sie bisher immer auf der Freifläche verkauft hat. Mit dem neuen Standkonzept mit festen Buden statt Freifläche ist ihr der Verkauf so nicht mehr möglich.
Wenn auch in abgespeckter Form mit weniger Ware auf weniger Fläche – viele Händler:innen aus dem vergangenen Jahr sind auch 2026 wieder da. Paula ist beruhigt, auch sie macht sich Anfang Januar ein Bild von dem ‚neuen‘ Flohmarkt. Die Schmuck-Händlerin freut sich: "Schön, dass ihr alle wieder da seid!". Sie hat sehr gehofft, dass ihre Stammkundschaft auch zum neuen Jahr wiederkommt.
Viel hat sich beim Markt am 17. Januar 2026 auf den ersten Blick bis auf die breiteren Wege, die Foodtrucks und dem großen freien Treffpunkt mit Lagerfeuer in der Mitte nicht verändert. Die breiten Gänge wirken noch etwas leer, auch sind noch nicht alle Stände besetzt, was allerdings auch an den eisigen Temperaturen liegen mag.
Man wird sehen, was der Frühling und Sommer bringt. Chiara und Paula werden wieder kommen, aber hoffen dennoch, dass sich der Leopoldflohmarkt nicht merklich verändert. Sie mochten den Leo-Flohmarkt vor allem dafür, dass er noch weniger exklusiv und "ausgewählt" war als die Flowmarkets in Neukölln oder den Flohmarkt am Boxhagener Platz. "Abgeschnittene kurze fransige Hosen bekommt man bei anderen Flohmärkten auch." Foodtrucks bräuchten sie nicht "hier rund um den Leo bekommt man gute und leckere Gözleme."
Auch Lulu ist gespannt darauf, wie sich der Flohmarkt verändern wird. Sie hofft vor allem, dass sich die Gemeinschaft nicht verändert, also die Leute, die sonst kommen, nicht auf einmal nicht mehr kommen. Denn was den Leopoldflohmarkt neben Trödel und günstigen Preisen auch ausgemacht hat waren bisher vor allem Begegnungen – ein Ort der niedrigschwelligen Begegnungen im Kiez, ein Ort des interkulturellen Austauschs, der Freundschaften und flüchtigen Bekanntschaften.
Es ist ein Ort, der sich schnell verändern kann und auf den es aufzupassen gilt, denn sobald Standmieten und Warenpreise steigen, verändern sich Kundschaft und Händler:innen automatisch mit. Keine einfache Aufgabe, aber sicherlich eine mit viel Verantwortung. Das weiß auch Sabrina Pützer und sieht es als ihren Auftrag die Gentrifizierung des Flohmarkts zu verhindern: "Ich will ja unbedingt, dass es ein cooler, niedrigschwelliger Flohmarkt ist." Durch das neue Konzept so Pützer können die alten Flohmarkt-Händler:innen bleiben, wenn auch mit kleineren Ständen, aber dafür bekommen auch Studierende oder Familien die Möglichkeit zu verkaufen. "Ich glaube diese Mischung, wird das richtig toll machen", sagt Pützer zum Abschied.
Es bleibt abzuwarten, sich selbst ein Bild zu machen und zu hoffen, dass das gelingt.
Interviews, Text & Bilder: Hanna Körner
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