Ein kleines Festival bringt trotz Corona Kunst und Kultur ins brandenburgische Dahnsdorf. Wir stellen im Rahmen des ALEX Festivalsommers vor: Das Festival für Freunde!
In Berlin wird immer mehr gelockert und man hat sich mittlerweile mehr oder weniger an das “Corona Leben” gewöhnt. Läden, Cafés, Bars und Restaurants haben unter Auflagen wieder geöffnet und alles scheint fast wieder seinen gewohnten Lauf zu nehmen, aber wo sind die Künstler*innen alle abgeblieben?
Von heute auf morgen änderte sich alles, Absagen über Absagen waren das Ergebnis. Alles schien einen Stillstand erreicht zu haben. Geht man aber online, sieht man diverse Versuche das Ganze am Laufen zu halten. Mit Live Konzerten oder Theaterstücken, die vor leerem Publikum aufgenommen werden, und welche man sicher von Zuhause aus genießen kann, passen sich Künstler*innen der Situation an. Klingt doch erstmal nach einer guten Alternative, oder? Aber unterbewusst lässt uns das Gefühl nicht los, dass etwas fehlt.
Das “Festival für Freunde e.V.” hat sich, wie einige andere Festivals dazu entschlossen, den Festivalsommer 2020 nicht ausfallen zu lassen. Mit großer Sorgfalt und Engagement möchte die Crew vom 30.07. bis zum 02.08.2020 im brandenburgischen Dahnsdorf ein aufregendes und sicheres Festival gestalten. Wie das im letzten Jahr aussah, seht ihr im ALEX Feature:
Auch dieses Jahr hat das Open Air wieder ein buntes und abwechslungsreiches künstlerisches Programm auf die Beine gestellt.
Jesús Fernández de Castro, Künstlerbetreuer*in beim Festival für Freunde, hat mit drei der diesjährigen Akteur*innen des Open Airs vorab via Videokonferenz gesprochen.
“Geboren, um den Status Quo zu inspirieren und herauszufordern und für die Freiheit aller zu kämpfen” – das ist SOYA THE COW, das Alter Ego von Daniel. Mit queerfeministischen und umweltbewussten Ideen wird die gender-fluide Drag-Milchkuh beim Festival für Freunde mit einem bunten Repertoire einen unvergesslichen Abend gestalten. Wie SOYA entstanden ist und was man von der Festival-Performance erwarten kann, hat Daniel bereits verraten:
Neben zahlreichen Kooperationen und eigenen Projekten, arbeitet Heike Scharpff als Regisseurin seit 2014 mit dem Kanaltheater in Eberswalde.
In ihren Stücken bindet sie das Publikum mit ein und regt zu aufregenden Diskussionen und Gesprächen an, die sowohl gesellschaftlich relevant, als auch unterhaltsam sind.
Gemeinsam mit Noriko Seki gründete Steffen Findeisen 2004 das Nadi Theater, welches eine jahrelange Zusammenarbeit mit dem T-Werk Potsdam pflegt. Auch beim diesjährigen Festival für Freunde kreieren sie wundersame Welten, in denen verschiedenste Kunstarten zusammen finden, die sowohl unterhaltsam als auch politisch und aktuell sind.
Im Rahmen des ALEX Festivalsommers werden wir auch vom Festival für Freunde übertragen, wer also nicht selbst in Dahnsdorf vorbeischauen kann, sollte dies auf jeden Fall im TV oder Stream tun!
Text & Interviews: Jesús Fernández de Castro, Titelbild: Festival für Freunde
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